Gut, wo wir warn und wo wir hingehn! 

TonLaage ist vorbei und bei uns überwiegt Dankbarkeit gegenüber allen Teilnehmenden, Helfenden, Sponsoren und Partnern und für das letztendlich gute Wetter. Wir stellen im Nachhinein fest, dass wir 45 Workshopteilnehmende, 12 Dozenten, gefühlt 30 Köche (Catering Tag&Nacht) und 10 Ehrenamtliche im technischen Bereich waren. Sprich: ca. 107 Jugendliche und Erwachsene, die „TonLaage“ gelingen ließen! WOW! - Wir sind überwältigt – das wird uns erst jetzt richtig bewusst. „TonLaage – Der Ton macht die Musik – Kein Platz für Rassismus und Diskriminierung“ – soll keine leere Projekt- und Worthülse sein, sondern möge am Tag und danach gelebt werden. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 28 Jahren fanden sich zusammen und gingen aufeinander zu in Workshoparbeit, beim Essen und in den Pausen. Es wurden Sprachbarrieren überwunden und neue Songtexte geschrieben. Manche sangen zum ersten Mal nach Noten oder lernten ein Instrument neu kennen. Wir freuen uns über die Vielfalt von Menschen, Begabungen und TonLagen. Wo unterschiedliche Töne aufeinander treffen kann es durchaus zu Dissonanzen kommen. Manchmal sind sie hilfreich, gelegentlich auch schmerzlich. Beides gehört zum Leben und dennoch hoffen wir, dass die leisen wie die lauten, die reinen wie die schiefen Töne zu einer gemeinsamen, wohlklingenden Harmonie komponiert werden können. Da bleiben wir dran. 300 Gäste auf dem Ziegenmarkt - zu Beginn andächtig und nachdenklich gestartet - am Ende überschwänglich, tanzend und erfreut nach Hause gegangen. Was will man eigentlich mehr...

Leise und auch laute Töne, stimmungsvolle farbenfrohe Lichter erhellten die Nacht – die Nachbarn entschuldigen dies, so hoffen wir. Es war eine gute Stimmung auf und um den Ziegenmarkt. Ein paar Leute übertrieben es wohl mit dem Alkohol – da müssen wir im nächsten Jahr etwas genauer hinschauen – das wollen wir so nicht! Schade eigentlich, dass einige Plakate abgerissen wurden – wir ahnen, weshalb! Aber das wird uns nicht daran hindern, im kommenden Jahr vielleicht doppelt so viele aufzuhängen, um unsere Vision von Vielfalt, Fremdenfreundlichkeit und Menschlichkeit weiter in die kleine Laager und große Welt hinauszutragen!

Gut, wo wir warn und wo wir hingehn!